Tag der offenen Tür im Regionalzentrum München

Nachdem die Entscheidung für ein Fernstudium einmal getroffen ist, wollte ich nun natürlich so schnell wie möglich mehr darüber wissen.

Anfang Mai habe ich mich auf die Homepage der Fernuniversität Hagen verirrt und bin mehrere Stunden darauf hängengeblieben. Nichts destotrotz hatte ich natürlich jede Menge Fragen die mir die Homepage nicht beantworten konnte. Allen voran die Frage ob ich mich überhaupt auf dem normalen Weg einschreiben kann.

 

Zum Einschreiben gibt es mehrere Möglichkeiten. Direkt mit Abitur, wie an jeder Uni. Mit einer beruflichen Qualifizierung, einem Probestudium oder über die sogenannte Aufnahmeprüfung.

Abitur habe nicht, Probestudium und Aufnahmeprüfung wären eine Möglichkeit, aber in erster Linie ist natürlich die Direktaufnahme über berufliche Qualifikation interessant für mich.

Was ist genau der Unterschied?

Die Aufnahme über Abitur erfolgt wie an jeder normalen Präsenzuni auch.

Bei einem Probestudium bekommt man einen Zeitrahmen in dem man einen Teil seines Studiums geschafft haben muss und anschließend ganz normal weiterstudieren kann ohne zeitliche Vorgaben.

Zur Aufnahmeprüfung kann man sich anmelden und wird hier zu einer Art Klausur über ein gesellschaftliches und ein schulisches Thema geprüft. Sofern man bestanden hat, kann man sein Fernstudium ohne zeitliche Vorgaben aufnehmen.

Die für mich in Frage kommende Variante "berufliche Qualifkation" ist für alle ohne Abitur die interessanteste.

Vorraussetzungen sind ein  staatlich anerkannter Berufsabschluss (z.b. IHK) und mehrjährige Berufserfahrung in einem für den Studium relevanten Beruf.

 

Nach vielen Stunden lesen, der einigermaßen sicheren Gewissheit das die berufliche Qualifikation für mich in Frage kommt und dem dringenden Wunsch nach mehr Informationen machte ich mich nun also auf zum Tag der offenen Tür am Regionalzentrum München.

Zwischen meiner Entscheidung und dem besagten Tag lagen mehrere Wochen der Wartezeit. Ich war also dementsprechend gespannt.

 

Das Regionalzentrum München liegt direkt neben der TU München. Ein unscheinbares Gebäude, dessen Eingang ich nur anhand des Schildes gefunden habe, da er an der Seite des Gebäudes etwas versteckt liegt.

Drinnen wurde ich sofort freundlich von einer Mitarbeiterin begrüßt. Während sie mich begrüßt fällt mir auf das außer mir niemand da ist. Irgendwie hatte ich mit mehr Leuten gerechnet. Da ich aber auch sehr früh dran bin, denke ich nicht weiter darüber nach.

 

Die Mitarbeiterin zeigt mir die diversen Räume und schließt mit einem Raum, auf dessen rundem, großem Tisch eine Menge Ordner stehen, ab. Die Unterlagen der verschiedenen Studiengänge, sowie des Brückenkurses für Mathematik. Einer der Gründe wieso ich da bin.

Der Studiengang Wirtschaftswissenschaften umfasst incl. Brückenkurs ganze 7 Ordner. Klingt auf den ersten Eindruck viel, aber ich habe bei 9 Semestern in Teilzeit irgendwie mehr erwartet. Ich meine das sind immerhin 4,5 Jahre. Die Unterlagen sind struktiert nach Modulen und innerhalb der Module wiederrum nach Kursen. Genauer gehe ich darauf im Blog "Einschreibung" ein. Ich blättere also durch die Unterlagen und verschaffe mir einen ersten Eindruck. Die Unterlagen sind gut strukturiert und übersichtlich aufgebaut. Inhaltlich verstehe ich noch nicht wirklich viel, aber wenn ich das würde bräuchte ich es ja nicht studieren. Daher ließ ich mich davon nicht beeindrucken.

 

 Soweit so gut. Die Mitarbeiterin erscheint wieder und bietet mir etwas zu trinken kann. Ich lehne ab. Bzgl. der Unterlagen hatte ich gesehen was ich sehen wollte. Programm schien es nicht zu geben, also blieb mir nur noch meine Fragen zu stellen.

 

Ich ging also mit ihr in ein Büro das wie ein Lehrerzimmer aussah. Und stellte meine Fragen:

  • Sind die Präsenzveranstaltungen Pflicht?  - Nein, aber empfehlenswert
  • Finden die Klausuren garantiert in München statt? - Jein, in Bayern immer, aber München kann nicht garantiert werden. Wenn es an der TU München keinen freien Hörsaal gibt wird nach Augsburg oder Passau ausgewichen. Dies kam aber im mehreren Jahren nur sehr sehr selten vor.

Da die Klausurtermine bereits 2 Semester im Vorraus feststehen, glaube ich ihr das gern.

  • Kann man den Brückenkurs für Mathematik jederzeit belegen? - ja und das ist auch sehr empfehlenswert
  • Kann ich mit meinem Berufsabschluss über berufliche Qualifikation sofort einsteigen?  - ja, ich habe einen Abschluss als Industriekauffrau von der IHK Bayern und bereits mehr als 15 Jahre Berufserfahrung in namhaften Industrieunternehmen wie z.B. Siemens.

Nachdem alle meine Fragen geklärt waren, wollte die Dame mich sofort einschreiben. Das habe ich aber verneint. Ein bisschen Bedenkzeit muss noch sein.

Sie empfohl mir noch einmal wärmstens mich für den Brückenkurs anzumelden und erzählte mir ebenfalls das es eine Zusammenarbeit mit der Volkshochschule München gäbe. Hier bekommt man als angehender Student der Fernuniversität Hagen für bestimmte Kurse eine Vergünstigung. Sicher interessant sollte man noch mehr Vorbereitung brauchen. Ich nahm auch dieses Prospekt an mich und verabschiedete mich freundlich.

Innerlich euphorisch verliess ich das Regionalzentrum München.

 

Ich war mir inzwischen sehr sicher das ich es anpacken würde.