Brückenkurs Mathematik/Abgabe der Einschreibung

Oh ich war so aufgeregt. Nun schreibe ich die ersten Einträge dieses Blog's im Nachhinein, aber ich weiß es noch als wäre es gestern gewesen. Ich trug die fertigen Unterlagen einige Tage mit mir herum bis ich schlussendlich den Mut fand sie im Regionalzentrum abzugeben.

 

Aber der Reihe nach...

 

An der Fernuni Hagen gibt es diverse Möglichkeiten sich weiterzubilden oder ein Studium anzufangen.

Eine davon ist das sogenannte Akademiestudium. Im Rahmen eines solchen Studiums kann man einzelne Kurse oder ganze Module belegen ohne an einem kompletten Studiengang teilzunehmen. Einer dieser Kurse ist der Brückenkurs für Mathematik.

Das ich diesen Brückenkurs belegen würde wußte ich bereits kurz nach dem ich am 01.06. das Regionalzentrum verlassen hatte. Kann ja nicht schaden.

Um diesen Kurs zu bestellen braucht es nur ein kurzes 1 Seitiges Formular, per Post verschickt und fertig.

Einige Tage später war mein Akademiestudienausweis und der Belegbogen in der Post. Noch ein paar Tage später kam dann auch die Rechnung und der Kurs selbst.

Vor mir lagen 5 Hefte zwischen 45 und 65 Seiten voll mit Logarithmen, Funktionen und der gleichen mehr.

Ich sag euch eins, macht nie den Fehler in einem Lehrbuch oder einem Heft zu weit vorzublättern. Zu Stoff den ihr nicht kennt oder den ihr das letzte Mal vor vielen Jahren behandelt habt. Ich war in Mathe nie schlecht, aber es ist einfach 20 Jahre her das ich Mathe hatte. Und ich habe vorgeblättert. Dummer Fehler ;)

Da war es um meine Motivation erstmal einige Minuten geschehen. ;) Aber nachdem der erste Missmut verdaut war habe ich mir die Unterlagen genauer angeschaut und es wurde klar das sie soweit eigentlich ganz gut sind. Und vorallem das es langsam beginnt und mir die ersten Seiten im ersten Heft meinen Mut zurückgaben. Mengenlehre. Gut, das war mir ein Begriff.

Nun wird sicher die Frage auftauchen ob ich an den Unterlagen etwas auszusetzen habe und ja das habe ich tatsächlich.

Die Unterlagen sind gut aufgebaut und die Lektionen bauen aufeinander auf. Jede Lektion beinhaltet einige Übungsaufgaben und da liegt auch mein Problem. Die Übungsaufgaben haben natürlich am Ende jedes Heftes auch ihre Lösungen. Allerdings, und das ist für mich extrem ungewohnt, ohne detailierte Lösungswege.

Das bedeutet für mich, wenn ich eine Lösung verstehen will, muss ich mir den Weg selbst erarbeiten.

Gut, das hat Vor- und Nachteile. Nachdem das aber der einzige Punkt war den ich sehr gewöhnungsbedürftig fand arbeitete ich die Hefte verhältnismäßig zügig durch. Und muss sagen ich hatte einige Aha Effekte ;)

Man vergißt bei weitem nicht so viel wie man befürchtet.


Schließlich blieb mir dann also nur noch eins zu tun, mich nun endgültig für das Studium anzumelden.

Eine Anmeldung/Immatrikulation bei der Fernuni Hagen ist eigentlich ganz einfach.

Auf der Internetseite gibt es einen Online Antrag welchen man im Vorraus ausfüllen muss.

Hier gibt man unter anderem an welchen Berufsabschluss man hat, welche Berufserfahrung und natürlich welche Kurse man belegen möchte. Das schöne am Fernstudium ist das man zeitlich keinerlei Auflagen hat und nur die Termine in den Kursen einhalten muss bzw., wenn man sich angemeldet, hat die Klausurtermine. Aber selbst zu diesen muss man sich nicht anmelden. Man kann auch die Klausur im nächsten Semester mitschreiben.

 

Danach druckt man den Antrag aus und gibt ihn zusammen mit einer beglaubigten Kopie seines Berufsabschlusszeugnises und einer Kopie des Personalausweises im Regionalzentrum ab. Das wars auch schon. Mehr braucht es gar nicht. Keine Arbeitszeugnisse, keine anderweitigen Bescheinigungen.

Die beglaubigte Kopie bekommt man direkt vor Ort, wenn man die Unterlagen hin bringt. Da ich keine weiteren Laufereien haben wollte, habe ich das dann auch so gemacht. Ich meine wer hat schon eine beglaubigte Kopie seiner Zeugnisse in der Schublade.

 

Im bereits bekannten Regionalzentrum begrüßte mich erneut freundlich eine Mitarbeiterin. Ich gab ihr meine Unterlagen. Nach einem kurzen Blick auf mein Zeugnis und der Beglaubigung war ich angemeldet.

Natürlich gab es noch jede Menge Ratschläge und Fragen obendrauf. Ob ich mir bewußt sei das der B.Sc. ein sehr mathelastiger Bachelor sei und es sich empfehlen würde den Brückenkurs zu belegen. Ein bisschen Stolz konnte ich antworten, dass ich diesen bereits bearbeitete. Erneut folgte wieder der Hinweis auf die Volkshochschule und ihre Vergünstigungen. Ich quittierte mit einem Danke. Und dann war es geschafft.

Kennt ihr das Gefühl wenn man sich für etwas entschieden hat, beginnen möchte und weiß das man noch mehr als drei Monate warten muss? Nein? ... es ist ein doofes Gefühl. Ich hätte am liebsten sofort losgelegt.

Da das nicht ging und es auch keinerlei Bestätigung oder Dokument gab, war das Gefühl angemeldet zu sein tatsächlich noch sehr surreal.

 

Erst als einige Tage später erneut Post der Fernuni im Briefkasten war, die Bestätigung das ich immatrikuliert war, wurde mir klar das ich einen neuen Abschnitt in meinem Leben beginnen würde.